Die alte Teppichfabrik

Wir sind erneut als Zeitzeuge tätig geworden. Diesmal zog es uns in eine alte Teppichfabrik in der Nähe von Hamburg. Die Teppichfabrik ist in 2013 / 2014 in Insolvenz gegangen. Das Gelände ist riesig und es gibt viel zu erkunden. Es war einer unserer längsten Lost Place Aufenthalte … wir haben nicht nur schöne Fotomotive gefunden, sondern auch noch einige Dokumente. Der Platz konnte richtig auf mich wirken – vor meinem geistigen Auge konnte ich die Menschen dort schaffen sehen. Hier mal ein Eindruck von dem Gelände:

Wir betraten das Gelände neben einer der ersten Lagerhallen. Nach Betreten dieser Lagerhalle, sind wir als erstes in das obere Stockwerk gegangen und fanden uns hier recht schnell in der Kantine und bei den Sozialräumen wieder. Beim Betrachten der Kücheneinrichtung fiel mir auf, wie veraltet diese Geräte dort waren. Wenn ich mir überlege, dass es diesen Lost Place noch gar nicht so lange gibt, dann kommt mir der Gedanke auf, dass hier lange nichts investiert worden ist. Die Kantine dient jetzt den Sprayern als Arbeitsplatz.

Wenn man das Gebäude mit der Kantine verlässt läuft man direkt in den Haupteingang rein. Hier gab es wohl eine Empfangsdame oder einen Empfangsherren, der komplett hinter Glas abgeschottet war – das fand ich etwas befremdlich – aber nun gut. Wenn man rechts abbog kam man direkt in den Vorführraum. Ein schöner heller großer Raum, ich kann mir gut vorstellen, wie hier die Vertriebsmitarbeiter Kundengespräche führten! Wenn man durch die versteckte Tür hinter dem Empfangsbereich geht, dann kommt man direkt in die Poststelle:

Natürlich wurden den Kunden die vielen unterschiedlichen Teppichmuster vorgeführt. Es gab hiervon ganz viele – ich habe sie angefasst, ihre Struktur gespürt. Das haben gewiss auch die Kunden gemacht und sich dann einen schönen Teppich ausgesucht!

Wenn man am Empfang nach links abbog kam man in den Bürobereich. Die schön geschwungene Treppe führte direkt in das Obergeschoss, in dem man an einer vermutlich – jedenfalls in meiner Fantasie – älteren gutherzigen persönlichen Sekretärin vorbei musste, um zum Chef ins Büro zu kommen. Die Sekretärin hatte eine eigene kleine Küchenzeile im Schrank versteckt. Es gab sonst nirgendwo eine Pantry, daher vermute ich, dass dieser Ort dafür genutzt wurde, dem Chef schnell mal was warm zu machen oder einen Kaffee für ihn und Besuch aufzusetzen. Beeindruckend waren für mich auch die Büroräume der Mitarbeiter, das nenne ich mal Großraumbüro – mir war gar nicht klar, das es sowas damals schon gab.

Ein wirkliches Highlight dieses Besuchs war für mich die Spinnerei. Hier lagen auch noch viele Dokumente auf dem Boden rum, so dass ich einen Eindruck von der Arbeitsweise kriegen konnte. Ich kann mir denken, dass das Unternehmen jahrelang wirklich erfolgreich war und dann aber leider nicht mit der Zeit gegangen ist. Wenn ich mir die Belege anschaue, dann vermute ich mal, dass der Personalkostenanteil zu hoch war und sie so nicht mehr konkurrenzfähig zu im Ausland produzierenden Betrieben waren. Das ist aber nur meiner Fantasie entsprungen. Allerdings haben wir auch Dokumente finden können, die von einer Softwareumstellung berichten. Vielleicht wurde das Potenzial nicht ausgeschöpft? Keine Ahnung … hier habt ihr mal einen Eindruck von der Spinnerei – einfach beeindruckend:

In der Spinnerei und auch in den Lagerhallen konnten wir noch viele Detailaufnahmen der produzierten Ware machen:

Der Abschluss unserer Tour führte uns noch ins Lager. Ich habe mich doch sehr in meine Ausbildungszeit zurückversetzt gefühlt. Das war im Jahr 2001 bis 2003 – die Teppichfabrik ist jedoch erst in 2013/2014 in Insolvenz gegangen. Also 12 Jahre nach meiner Ausbildung … und doch sah es dort im Lager genauso manuell strukturiert aus, wie 12 Jahre zuvor in meinem Ausbildungsbetrieb. Es tut mir im Herzen weh, sowas zu sehen. In meiner Fantasie mit meiner Berufserfahrung kann ich mir natürlich ausmalen, wie sich das damals alles abgespielt hat … aber diese Vermutungen schreibe ich jetzt hier mal nicht.

Kellinghusen altes Militärgelände

Ich war mal wieder mit Stephie ein wenig „wandern“ – wie so häufig auf der Suche nach verlassenen Orten.

Diesmal zog es uns nach Kellinghusen. Die Anfahrt war gewöhnungsbedürftig lang, da die Straße gesperrt war – das führte auf dem Rückweg zu einer doch langen Fahrt über die Dörfer *lach*

Auf das alte Militärgelände in Kellinghusen sind wir über Komoot aufmerksam geworden. Natürlich ist das eher ein öffentlicher Lost Place – viele Familien waren unterwegs und sind Spazieren gegangen. Wir hatten aber auch hervorragendes Wetter.

Wie immer möchte ich einfach Momente festhalten … die Welt dreht sich so schnell, und wer weiß, was aus diesem Gelände mal werden wird. Ein Fahrradfahrer hat uns erzählt, dass es noch vor nicht allzu langer Zeit dort viel besser erhalten aussah. Wie so häufig viel Zerstörung … schade …

Mathias bnw-Portrait

Ich hatte ein wundervolles Shooting mit Mathias – so viele Jahre, die wir uns schon kennen und doch so wenig Kontakt den wir haben. So lange Zeit, die wir brauchten, bis es endlich mit dem Shooting geklappt hat 🙂 Umso schöner fand ich es dann, als wir uns endlich in intimer Atmosphäre wiederfanden.

Danke für dein Vertrauen Mathias! Es war mir wirklich eine Freude …

Stefanie – Gastwerk / Studio

Manchmal habe ich ja echt nen Knall. Da ergibt sich irgendwie unter einem Thread bei Facebook so eine Kommentarchain und ich schreibe noch, dass ich „solche“ Bilder auch gerne mal von mir hätte. Wer hätte auch gedacht, dass die genauso verrückte Stefanie zwei Wochen später in Hamburg im Urlaub ist und zufällig am gleichen Tag zur gleichen Zeit noch nichts vor hat?

Zufall … oder sollte das so sein?

Ich glaube es sollte so sein … es hat mir unheimlich Spaß gebracht, denn während sie mich fleißig erst im Hotel Gastwerk und später im Studio fotografierte und mir auch noch so viel dazu erklärte, da durfte ich dann auch mal ran und versuchen „nachzustellen“ … ich bin ganz begeistert. Aber schöne Bilder sind auch nicht schwer zu machen, wenn eine schöne Frau vor einem steht (oder sitzt) 🙂

Mein vorzeitiges Erbe

Vor ein paar Monaten ist leider der Kater meiner Großeltern eingeschlafen. Mein Opi ist daraufhin sehr traurig gewesen, er hat sogar aufgehört zu essen. Er wollte mit seinen 87 Jahren gerne einen neuen Kater haben. Omi, die auch nicht viel jünger ist, war dagegen. Sie hätte so schon alle Mühe das Haus sauber zu halten und Was sie denn mit dem Kater machen würden, wenn einer von ihnen mal nicht mehr sei? … Bei dem Kater davor – Felix – habe ich meinen Großeltern bereits versprochen, dass der Kater nie ins Tierheim müsste. Wenn sie mal nicht mehr könnten, dann würde ich den Kater zu mir nehmen. Und daran erinnerte sich Opi. Wir telefonierten, ich bot ihm das nochmal an … zwei Tage später holte ich bereits meine Großeltern mit dem Auto ab und wir fuhren gemeinsam ins Tierheim Süderstraße, wo sich mein Opi einen neuen Kater aussuchte. Ernie … aber Ernie heißt heute auch Felix – das ist halt auch viel einfacher zu merken.

Warum ich das erzähle?

Ich wollte heute zum Putzen zu meinen Großeltern – Omi kommt nicht mehr mit dem Sauger oben in die Ecken. Vorher rief sie mich an und sagte:

„Opi hat entschieden, dass es keinen Streit um das Gewehr geben soll. Weil du so lieb warst und mit uns ins Tierheim gefahren bist und den Felix geholt hast, sollst du es bekommen!“

Welch grandiose Belohnung … ich habe also heute mein vorzeitiges Erbe abgeholt … mein neues Luftgewehr!

Portraitworkshop – Christian

Heute war ein toller Tag – ich habe den bisher tollsten, informativsten und spannendsten aber auch anstrengendsten Fotokurs gehabt: Portraitworkshop mit Jürgen von der der Blende 2.

Unser Model – der Christian – hat auch brav immer alles das gemacht, was wir von ihm wollten … ein paar tolle Bilder sind entstanden, die mir richtig Lust darauf machen weiter in die Portraitfotografie einzusteigen.

Das Elite-Internat

Am Sonntag haben wir wieder ein Event über go2know gebucht. Diesmal führte es uns ins Elite-Internat in Sachsen-Anhalt.

Die Tour fing gut an. Auch wenn wir nicht ganz so begeistert waren, wie von den anderen bisherigen Touren, so haben wir doch einige „Highlights“ für uns entdecken können:

Lustig an dem ganzen Event war einfach, dass wir wohl die einzigen waren, die bis zum Schluss der Veranstaltung fotografiert haben … alle anderen Teilnehmer – inklusive unseres Führers – sind früher abgehauen. Schade nur, dass wir auf dem Gelände dabei eingeschlossen worden sind! … Das treibt einem dann erstmal das Adrenalin die Adern … aber wie ihr seht, bin ich dort auch wieder raus gekommen …