Mein vorzeitiges Erbe

Vor ein paar Monaten ist leider der Kater meiner Großeltern eingeschlafen. Mein Opi ist daraufhin sehr traurig gewesen, er hat sogar aufgehört zu essen. Er wollte mit seinen 87 Jahren gerne einen neuen Kater haben. Omi, die auch nicht viel jünger ist, war dagegen. Sie hätte so schon alle Mühe das Haus sauber zu halten und Was sie denn mit dem Kater machen würden, wenn einer von ihnen mal nicht mehr sei? … Bei dem Kater davor – Felix – habe ich meinen Großeltern bereits versprochen, dass der Kater nie ins Tierheim müsste. Wenn sie mal nicht mehr könnten, dann würde ich den Kater zu mir nehmen. Und daran erinnerte sich Opi. Wir telefonierten, ich bot ihm das nochmal an … zwei Tage später holte ich bereits meine Großeltern mit dem Auto ab und wir fuhren gemeinsam ins Tierheim Süderstraße, wo sich mein Opi einen neuen Kater aussuchte. Ernie … aber Ernie heißt heute auch Felix – das ist halt auch viel einfacher zu merken.

Warum ich das erzähle?

Ich wollte heute zum Putzen zu meinen Großeltern – Omi kommt nicht mehr mit dem Sauger oben in die Ecken. Vorher rief sie mich an und sagte:

„Opi hat entschieden, dass es keinen Streit um das Gewehr geben soll. Weil du so lieb warst und mit uns ins Tierheim gefahren bist und den Felix geholt hast, sollst du es bekommen!“

Welch grandiose Belohnung … ich habe also heute mein vorzeitiges Erbe abgeholt … mein neues Luftgewehr!

Papierfabrik

Am Sonntag war es dann soweit:

Wir sind von Neustadt (Dosse) weiter zur Papierfabrik gefahren. Diese ist wirklich imposant gewesen. Die alte Papierfabrik steht seit 1990 still. Toll ist, dass noch eine ganze Produktionsstraße erhalten ist.

Auch in der oberen Etage sind noch viele Details enthalten, wie z.B. Overalls der Mitarbeiter.

Zuerst kam bei mir nicht so die Lust zum Fotografieren auf, weil ich in letzter Zeit einfach viele verlassene Orte gesehen habe und mich die „Totalaufnahmen“ irgendwie nicht gereizt haben. So entschloss ich mich dazu, mir mal eine Aufgabe für den Tag zu geben: Detailfotografie. Und ab da an hatte ich dann auch wieder meinen Flow 🙂

Das Elite-Internat

Am Sonntag haben wir wieder ein Event über go2know gebucht. Diesmal führte es uns ins Elite-Internat in Sachsen-Anhalt.

Die Tour fing gut an. Auch wenn wir nicht ganz so begeistert waren, wie von den anderen bisherigen Touren, so haben wir doch einige „Highlights“ für uns entdecken können:

Lustig an dem ganzen Event war einfach, dass wir wohl die einzigen waren, die bis zum Schluss der Veranstaltung fotografiert haben … alle anderen Teilnehmer – inklusive unseres Führers – sind früher abgehauen. Schade nur, dass wir auf dem Gelände dabei eingeschlossen worden sind! … Das treibt einem dann erstmal das Adrenalin die Adern … aber wie ihr seht, bin ich dort auch wieder raus gekommen …

VEB Ogema

Bis 1990 produzierte das Unternehmen Pektine zur Herstellung von Marmeladen und vermarktete diese unter dem Namen „Pektina Haushaltspektin“.  Dann schlossen die Tore für immer, die Produktion wurde eingestellt.

Wir haben gestern diesem beeindruckenden Ort in kleiner Runde einen Besuch abgestattet. Den Zustand der Gebäude empfand ich als riskant – wie gut, dass ich über eine gute persönliche Schutzausrüstung verfüge. Es ist immer wieder beeindruckend was in 28 Jahren alles passieren kann … seht selber:

    

Ein paar schöne Details:

Das einzige Kaminzimmer in der Villa, welches noch begehbar ist:

Die „Kantine“ …

Vielen Dank an meine Urbex-Kollegen und natürlich an den „Waldschrat“, der uns mit geschichtlichen Hintergründen versorgt hat … es war ein wirklich toller und auch aufregender Tag!

ENDO Klinik Wintermoor

Als ich im März meine Kamera bekam, da wollte ich gleich mal etwas fotografieren und so bin ich mit meinem Mann zum Igelschutzverein. Er wollte mit der Kettensäge ordentlich Bäumchen absägen und ich wollte ihn und die Igel fotografieren … damals hatte ich von Belichtungszeit und Blende noch keine Ahnung. Als ich dann mal dringend zur Toilette musste, da habe ich mich in einen nahe gelegenen Busch verzogen, bin über ein paar Schienen gestolpert und … stand plötzlich mitten in einem Lost Place. Mein Herz raste … ich hyperventilierte … das war aufregend! Ich habe dann da schön im Automatikmodus rumfotografiert und geschwitzt wie Sau aus Angst, man könnte mich entdecken … meine Liebe zu Lost Places wurde geweckt!

Und heute habe ich jetzt das erste mal mit meiner lieben Stephie zusammen einen Lost Place besucht. Danke für den tollen Tipp noch an einen meiner liebsten Kumpels Marcus aus Lübben *bussi* … es war aufregend!

Hier ein paar Eindrücke meines aufregenden Tages:

Die Tür war leider verschlossen 🙂 Aber ich hab’s natürlich versucht!

Beängstigend:

 

Vorher / Nachher – Industriehafen

Als ich meinen Fotokurs im Museum im alten Industriehafen hatte, da habe ich zig Bilder aufgenommen. Ich war irgendwie mega begeistert von meinen Bildern … stundenlang konnte ich sie anschauen. Doch je mehr ich über Fotografie lernte, desto mehr ärgerte ich mich über zwei meiner Bilder.

Ich fand den Fokus beim Lasthaken falsch gesetzt … nicht nur falsch gesetzt, ich war einfach unaufmerksam, denn ich habe halt einfach den Haken fotografiert. Gut, ich habe mich dazu auf den Boden gelegt und eine neue Perspektive geschaffen … aber ausreichend war das bestimmt nicht.

Die Ölkännchen erzählen eigentlich die gleiche Geschichte. Als Motiv hätte ich sie sicherlich nicht von allein erkannt. Aber wir hatten ja einen guten Lehrer dabei 🙂 Als ich meine Ölkännchen dann nach dem Download der Bilder sah, da war ich wieder mal total begeistert – „Was ich schon alles kann!“ … nach und nach kam aber eine Unzufriedenheit in mir hoch. Irgendwie fand ich meine Ölkännchen plötzlich nicht mehr aussagekräftig genug … fast nichtssagend.

Das hat mich dann irgendwann so fertig gemacht, dass ich spontan nochmal losgefahren bin und versucht habe es besser hinzubekommen. Das sind die Ergebnisse: