Birgit im Studio

Ich war jetzt 4 Monate nicht mehr im Studio. Es wurde mal wieder Zeit – die ganze Arbeit, keine Freizeit – ich pendele zwischen Schlafen und Arbeiten, ich brauchte endlich mal wieder den Kopf frei. Kurzerhand habe ich einen Aufruf bei Facebook gemacht. Es sind so viele Menschen, die mich gefragt haben, ob ich sie mal fotografieren würde. Da ich mich so kurzfristig entschieden hatte, wollte ich nicht „irgendwo“ mit dem Fragen anfangen und habe kurzerhand gepostet, dass ich Zeit und Lust hätte … und dann kam da die Nachricht von Birgit.

Birgit kenne ich jetzt schon etwas länger. Wir haben uns mal bei einem Fotowalk an den alten Elbbrücken kennengelernt und dann gelegentlich Kontakt gehabt. Birgit hat auch Kurse beim Jürgen belegt, wir haben also den gleichen Lehrer 🙂

Tja und dann stand sie vor mir und ich habe mich so gefreut sie zu sehen! Innerhalb weniger Minuten war es so, als würde ich sie schon ewig kennen. Wir haben geschnattert und dann irgendwann angefangen zu fotografieren.

Birgit – eine fantastische Frau! Ich bin sehr dankbar für die Bildfreigabe … so ein herzlicher Mensch … die Zeit verging wie im Flug und ich bin danach wie nach einem Kurzurlaub – total entspannt im Kopf – nach Hause gefahren. Danke für deine Zeit!

Die alte Teppichfabrik

Wir sind erneut als Zeitzeuge tätig geworden. Diesmal zog es uns in eine alte Teppichfabrik in der Nähe von Hamburg. Die Teppichfabrik ist in 2013 / 2014 in Insolvenz gegangen. Das Gelände ist riesig und es gibt viel zu erkunden. Es war einer unserer längsten Lost Place Aufenthalte … wir haben nicht nur schöne Fotomotive gefunden, sondern auch noch einige Dokumente. Der Platz konnte richtig auf mich wirken – vor meinem geistigen Auge konnte ich die Menschen dort schaffen sehen. Hier mal ein Eindruck von dem Gelände:

Wir betraten das Gelände neben einer der ersten Lagerhallen. Nach Betreten dieser Lagerhalle, sind wir als erstes in das obere Stockwerk gegangen und fanden uns hier recht schnell in der Kantine und bei den Sozialräumen wieder. Beim Betrachten der Kücheneinrichtung fiel mir auf, wie veraltet diese Geräte dort waren. Wenn ich mir überlege, dass es diesen Lost Place noch gar nicht so lange gibt, dann kommt mir der Gedanke auf, dass hier lange nichts investiert worden ist. Die Kantine dient jetzt den Sprayern als Arbeitsplatz.

Wenn man das Gebäude mit der Kantine verlässt läuft man direkt in den Haupteingang rein. Hier gab es wohl eine Empfangsdame oder einen Empfangsherren, der komplett hinter Glas abgeschottet war – das fand ich etwas befremdlich – aber nun gut. Wenn man rechts abbog kam man direkt in den Vorführraum. Ein schöner heller großer Raum, ich kann mir gut vorstellen, wie hier die Vertriebsmitarbeiter Kundengespräche führten! Wenn man durch die versteckte Tür hinter dem Empfangsbereich geht, dann kommt man direkt in die Poststelle:

Natürlich wurden den Kunden die vielen unterschiedlichen Teppichmuster vorgeführt. Es gab hiervon ganz viele – ich habe sie angefasst, ihre Struktur gespürt. Das haben gewiss auch die Kunden gemacht und sich dann einen schönen Teppich ausgesucht!

Wenn man am Empfang nach links abbog kam man in den Bürobereich. Die schön geschwungene Treppe führte direkt in das Obergeschoss, in dem man an einer vermutlich – jedenfalls in meiner Fantasie – älteren gutherzigen persönlichen Sekretärin vorbei musste, um zum Chef ins Büro zu kommen. Die Sekretärin hatte eine eigene kleine Küchenzeile im Schrank versteckt. Es gab sonst nirgendwo eine Pantry, daher vermute ich, dass dieser Ort dafür genutzt wurde, dem Chef schnell mal was warm zu machen oder einen Kaffee für ihn und Besuch aufzusetzen. Beeindruckend waren für mich auch die Büroräume der Mitarbeiter, das nenne ich mal Großraumbüro – mir war gar nicht klar, das es sowas damals schon gab.

Ein wirkliches Highlight dieses Besuchs war für mich die Spinnerei. Hier lagen auch noch viele Dokumente auf dem Boden rum, so dass ich einen Eindruck von der Arbeitsweise kriegen konnte. Ich kann mir denken, dass das Unternehmen jahrelang wirklich erfolgreich war und dann aber leider nicht mit der Zeit gegangen ist. Wenn ich mir die Belege anschaue, dann vermute ich mal, dass der Personalkostenanteil zu hoch war und sie so nicht mehr konkurrenzfähig zu im Ausland produzierenden Betrieben waren. Das ist aber nur meiner Fantasie entsprungen. Allerdings haben wir auch Dokumente finden können, die von einer Softwareumstellung berichten. Vielleicht wurde das Potenzial nicht ausgeschöpft? Keine Ahnung … hier habt ihr mal einen Eindruck von der Spinnerei – einfach beeindruckend:

In der Spinnerei und auch in den Lagerhallen konnten wir noch viele Detailaufnahmen der produzierten Ware machen:

Der Abschluss unserer Tour führte uns noch ins Lager. Ich habe mich doch sehr in meine Ausbildungszeit zurückversetzt gefühlt. Das war im Jahr 2001 bis 2003 – die Teppichfabrik ist jedoch erst in 2013/2014 in Insolvenz gegangen. Also 12 Jahre nach meiner Ausbildung … und doch sah es dort im Lager genauso manuell strukturiert aus, wie 12 Jahre zuvor in meinem Ausbildungsbetrieb. Es tut mir im Herzen weh, sowas zu sehen. In meiner Fantasie mit meiner Berufserfahrung kann ich mir natürlich ausmalen, wie sich das damals alles abgespielt hat … aber diese Vermutungen schreibe ich jetzt hier mal nicht.

Babybauch – Mini

Lange ist es her, doch heute komme ich endlich dazu meinen Blogbeitrag zu meinem Babybauch-Shooting zu schreiben.

Es war am 04.12.2020 als ich mich mit Minis Mutter traf. Sie hatte mich vier Wochen zuvor gefragt, ob ich bereit wäre sie und Mini zu fotografieren. Also Mini, dass die kleine süße Lady in ihrem Bauch. Ich war hin und weg, ich habe mich so geehrt gefühlt, dass ich das machen darf. Wann hat man mal die Möglichkeit?

Wir waren ja grade mitten im #lookdown und so bin ich brav 14 Tage komplett zu Hause geblieben, um bloß kein Risiko darzustellen. Es fühlt sich schon komisch an, aber dadurch stieg irgendwie auch die Vorfreude auf dieses Shooting.

Als sie dann vor der Tür des Studios stand, da war es, als würde ich sie schon ewig kennen. Ich habe mich so gefreut – irgendwie war es gleich ganz vertraut! Wir haben ganz schön viele Bilder gemacht und auch ganz viele schöne Bilder und einige davon darf ich euch hier zeigen 🙂 Ich bin so dankbar dafür!

Freundinnen Shooting

Die Verlässlichen – so nennen wir uns. Wir sind eine Gruppe von Damen, die sich dadurch auszeichnet, dass man sich einfach auf uns verlassen kann. Außer mir gehören zu der Gruppe noch Trixi und Mutti. Zwei mega wichtige Menschen für mich. Umsomehr hat es mich gefreut, dass die beiden sich ein Freundinnenshooting gewünscht hatten.

Wenn ich gewusst hätte, wie die rumkapern … war ganz schön anstrengend da ein paar „normale“ Bilder hinzubekommen *lach* Aber die Kasperbilder zeige ich euch nicht, die sind für die Freundinnen höchstpersönlich 🙂

Familienshooting

Jessica fragte mich schon vor einigen Monate, ob ich nicht mal Familienfotos von der ganzen Familie machen könne. Anfangs war ich da ein wenig schüchtern. Mehrere Personen auf einem Bild, die sich alle auch noch bewegen? *lach* Das war eine echt Herausforderung! Ich hatte schon mal drei Personen in einem Familienshooting – das war auch nicht unbedingt einfach.

Nachdem ich dann ein paar Wochen im Studio war und mich ein wenig an die Umgebung, die Technik etc. gewöhnt hatte, wagte ich es …

Das Ergebnis seht ihr hier – ich finds gar nicht mal schlecht 🙂 Im Nachhinein kommen einem natürlich wieder ganz viele Ideen 🙂

Wir hatten jedenfalls alle unheimlich viel Spaß!

Kellinghusen altes Militärgelände

Ich war mal wieder mit Stephie ein wenig „wandern“ – wie so häufig auf der Suche nach verlassenen Orten.

Diesmal zog es uns nach Kellinghusen. Die Anfahrt war gewöhnungsbedürftig lang, da die Straße gesperrt war – das führte auf dem Rückweg zu einer doch langen Fahrt über die Dörfer *lach*

Auf das alte Militärgelände in Kellinghusen sind wir über Komoot aufmerksam geworden. Natürlich ist das eher ein öffentlicher Lost Place – viele Familien waren unterwegs und sind Spazieren gegangen. Wir hatten aber auch hervorragendes Wetter.

Wie immer möchte ich einfach Momente festhalten … die Welt dreht sich so schnell, und wer weiß, was aus diesem Gelände mal werden wird. Ein Fahrradfahrer hat uns erzählt, dass es noch vor nicht allzu langer Zeit dort viel besser erhalten aussah. Wie so häufig viel Zerstörung … schade …

Mathias bnw-Portrait

Ich hatte ein wundervolles Shooting mit Mathias – so viele Jahre, die wir uns schon kennen und doch so wenig Kontakt den wir haben. So lange Zeit, die wir brauchten, bis es endlich mit dem Shooting geklappt hat 🙂 Umso schöner fand ich es dann, als wir uns endlich in intimer Atmosphäre wiederfanden.

Danke für dein Vertrauen Mathias! Es war mir wirklich eine Freude …

Hamburg … kurz vorm zweiten #lookdown

Heute hatte ich Urlaub … ich wollte einen herrlichen schönen spontanen Urlaubstag verbringen. Der Urlaubstag ergab sich coronabedingt, weil ein Workshop abgesagt wurde. Das muss natürlich genutzt werden.

Ich bin erst in die Lindbergh Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe gegangen. Aus dieser Ausstellung kam ich recht emotionsgeladen. Ich hätte dem Aussteller gerne mitgeteilt, wie mich seine Bilder berührt haben. Leider kann man es ihm nicht mehr mitteilen.

Emotionsgeladen bin ich dann also nach einem kleinen Mittagessen zum Auto gegangen. Bei der Einfahrt ins Parkhaus vormittags hatte ich mich schon gewundert, warum man plötzlich in Hamburg kostenlos parken kann. Aber erst beim Rückweg wurde mir bewusst, dass man kostenlos parken kann, weil Galeria Kaufhof jetzt ein Lost Place ist. Ich wollte das schnell fotografieren, eine Träne im Auge, weil ich mit Galeria Kaufhof aufgewachsen bin. Mein Blick schweift ab … zu Karstadt Sport und Spiel … leer … nackte Schaufensterpuppen … Arbeiter schleppen das Interieur raus. Ich denk nur #f***2020 – scheiß auf wandern, jetzt schau ich mir mal meine Stadt an.

Ich lief lange durch Hamburg – nahm Emotionen auf, fotografierte … führte Gespräche, auch über Emotionen, über Menschen, über das Miteinander und den bevorstehenden #lookdown …

Stefanie – Gastwerk / Studio

Manchmal habe ich ja echt nen Knall. Da ergibt sich irgendwie unter einem Thread bei Facebook so eine Kommentarchain und ich schreibe noch, dass ich „solche“ Bilder auch gerne mal von mir hätte. Wer hätte auch gedacht, dass die genauso verrückte Stefanie zwei Wochen später in Hamburg im Urlaub ist und zufällig am gleichen Tag zur gleichen Zeit noch nichts vor hat?

Zufall … oder sollte das so sein?

Ich glaube es sollte so sein … es hat mir unheimlich Spaß gebracht, denn während sie mich fleißig erst im Hotel Gastwerk und später im Studio fotografierte und mir auch noch so viel dazu erklärte, da durfte ich dann auch mal ran und versuchen „nachzustellen“ … ich bin ganz begeistert. Aber schöne Bilder sind auch nicht schwer zu machen, wenn eine schöne Frau vor einem steht (oder sitzt) 🙂